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Schaufenster

Teil der Außenpräsentation im Rahmen der Schauwerbung, die ein tragendes Element der Handelswerbung darstellt. Das Schaufenster, ermöglicht es doch  den ersten Sichtkontakt zum Kunden (Fernkontakt zu vorbeifahrenden PKW, Nahkontakt zu Fussgängern), sympathische Aufmerksamkeit erregen, Kundenwünsche anregen und zum Eintirtt in das Geschäft einladen.
Folgende Grundtypen des Schaufensters sind u.a. zu differenzieren:
(1) Anlaßbestimmtes Schaufenster
Ein allgemeines Ereignis wie z.B. Jahreszeiten, Jubiläum der Stadt etc. dient als Leitthema
(2) Bedarfsbestimmtes Schaufenster
Der umfassende Bedarf an Artikeln wie z.B. "Alles für den Badeurlaub!" dient als Leitthema.
Betriebstyp: Warenhaus.
(3) Phantasiebestimmtes Schaufenster
Hochwertige Waren werden im Rahmen einer stimmungserzeugenden Idee wie z.B. "Golfwiese mit Caddy" präsentiert.
Betriebstyp: Facheinzelhandel.
(4) Stapelbestimmtes Schaufenster
Eine Vielzahl von Waren werden in Sachgruppen präsentiert.
Betriebstyp: Niedrigpreisgeschäft.
(5) Puppenbestimmtes Schaufenster
Als ergänzende Elemente werden u. a. Preisauszeichnung, Bilder, Texte eingesetzt.
(6) Luxusbbestimmtes Schaufenster
Als ergänzende Elemente werden u.a. sehr wenig Ware und hochwertige Dekorationsstücke eingesetzt.
Betriebstyp: Markeneinzelhandel, Designereinzelhandel.
(7) Warenhausbestimmtes Schaufenster
Als bestimmende Elemente sind u.a. gestaltete Rückwände, weiträumiger Schaufensterraum, Preisauszeichnung etc. zu nennen.
(8) Durchsichtbestimmte Schaufenster
Der Einblick in den Verkaufsraum singalisiert Offenheit und kommt im hohen Maße dem Passanteninteresse entgegen. Verkaufsraum und Schaufenster verschmelzen in besonderem Maß zu einer absatzwirksamen Einheit.
Komplementär: Außenfläche, Fassade.

Schaufensteraktion

Instrument der Verkaufsförderung, bei dem ein Schaufenster in Hinblick auf Aktionsware dekoriert wird.
Schaufenster.

Schaufensterbeleuchtung

Instrument der Schaufenstergestaltung. Sie optimale Schaufensterausleuchtung prägt die Warenszene und deren Aufmerksamkeitswirkung nachhaltig. Sie muss deshalb auf nah- und Fernwirkung sowie die unterschiedlichen Helligkeitsstufen zu allen Tageszeiten angelegt sein.
Tageslichtniveau: 1.000 bis 5.000 Lux.
Schaufenster.

Schaufensterdekoration

Synonym für Schaufenstergestaltung.

Schaufenstergestaltung

Instrument der Schauwerbung. Die Gestaltung des Schaufensters hat sowohl eine kognitive wie auch eine emotionale Komponente. Die kognitive Perspektive dient dem Konsumenten dazu, Sortiment, Preis- und Qualitätslagen zu erkennen und im Vergleich zu bewerten. Die emotionale Perspektive läßt den Konsumenten das Ladengeschäft als markenhafte Einheit erkennen und ordnet es, vereinfacht dargestellt, einer bestimmten Käuferschicht zu. Gerade Ambivalenzkonflikte vor dem Kauf eines Produktes lassen sich damit wirksam begegnen. In der Praxis läuft es in der Weise ab, dass ein Bestizwunsch, der durch einen Medienkontakt hergestellt wurde (Appetenz) meist bei Annäherung an das Geschäft aufgurnd der Gefahr Geld zu verlieren, Aversion erzeugt. In diesem Augenblick tritt das Schaufenster unterstützend zur Seite.
Opportunitätskosten
Die Nutzung der Schaufensterfläche als Regal- oder Stellfläche würde u. U. zu einem zusätzlichen Gewinn führen. Deshalb muß die Schaufensterfläche maßvoll eingeteilt werden.
Umdekorationen-Grundregeln:
(1) Täglich gleicher Passantenstrom: Jede Woche neu.
(2) Einkaufsstraße mit Hochfrequenz: Nach Ablauf von drei Wochen.
Erfolgskontrolle
Gemessen werden i. d. R. die zahl der Passantenstopps und die Aufenthaltszeiten vor dem Schaufenster. Hierbei wird jedoch lediglich die Aufmerksamkeitswirkund und nicht die Kaufwirkung gemessen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, diejenigen Kunden zu zählen, die sich auf das Schaufenster beziehen. Ein weiterer Parameter ist die Messung des Umsatzes einer Abteilung, die im Schaufenster präsent ist.
Regeln zur Gestaltung:
(1) Plakativprinzip
Keine komplizierten Texte in unendlicher Höhe anbringen! Es ist wesentlich schwieriger, einen Sachverhalt einfach darzustellen als kompliziert.
(2) Freundlichkeitsprinzip
Alles muss freundlcih und einladend gehalten werden. Eine schwarze Tür, die kaum zu finden ist, läuft diesem Prizip zuwider.
(3) Figur-Grund-Differenzierungsprinzip
Die Firma mit dem Markenzeichen muss deutlich lesbar sein, d.h. sich vom Hintergrund abheben.
(4) Bildprinzip
Viele atmosphärische Informationen durch Bilder darstellen. Sie wirken schnell und unterbewußt.
(5) Markenprinzip
Jedes Element muss auf das Ganze verweisen.
(6) Variationsprinzip
Mit häufig wechselnden Dekorationen wird Bewegung, Leben und Fortschritt signalisiert.
(7) Reduzierungs-, Repräsentations- bzw. Konzentrationsprinzip
Das Schaufenster soll einen repräsentativen Einblick in das Sortiment gewähren. Die gesamte Sortimentstiefe und -breite darzustellen führt allenfalls dazu, den Passanten zu verwirren.
(8) Personalisierungsprinzip
Der Mensch identifiziert sich mit dem Menschen. Menschen schaffen Nähe oder aber auch Distanz, wenn sie falsch gewählt werden.
Fassadengestaltung, Schaufenster, Verkaufsraumgestaltung, Visual Merchandising.

Schaufensterwettbewerb

Instrument der Industrie, um das Werbemedium Schaufenster innerhalb der Kundschaft zu optimieren.
Schaufenster.

Schaukasten

Element der Layoutpolitik. Dienst zur hochwertigen Präsentation der Ware.

Schauwerbung

Wichtiger Teil der Handelswerbung neben der Zeitungswerbung, die Räume gestaltet und aus Ladengestaltung, Messe und Ausstellung, Modeschau, Schaufenster sowie Verkaufsraum besteht. Bei der Schauwerbung gilt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Eine integrierte Abstimmung aller Gestaltungselemente und die Hinwendung zu Erlebnsikonzepten sind wichtige Tendenzen, die heute Erfolg hervorrufen.

Sichtzone

Im Rahmen der vertikalen Regalwertigkeit der Bereich zwischen 120 und 160 cm Höhe.

Sonderangebotsplazierung

Typ der Warenplazierung, bei der die Waren in Bodenplazierung oder in auffälliger sonstiger Plazierung auf der Ladenverkaufsfläche angeboten werden.
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