Lexikon Visual Merchandising
Kasse
Instrument der Ladenlayoutpolitik, das zur Abwicklung der Bezahlung der Ware dient.Kassenanordnungspolitik
Im Rahmen der Ladenlayoutpolitik die Optimierung der Positionierung der Kasse. Diese Anordnung wird so vorgenommen, dass die Kunden einen günstigen Kassenweg haben. Dieser Weg ist zur Optimierung des Umsatzes im besten Fall von Warenträgern mit Impulsartikeln eingesäumt. Grundsätzlich gilt eine Kasse für 120 Quadratmeter Verkaufsfläche.Es ist im Grundsatz zu unterscheiden zwischen folgenden Positionierungen:
(1) Zentrale Kasse am Checkout (Selbstbedienungsgeschäft).
(2) Dezentrale Kasse (Warenhaus).
Die Entscheidungskriterien sind u.a. folgende:
(1) Kundenfrequenz.
(2) Bedienungsform.
(3) Anzahl der gekauften Artikel.
(4) Größe und Geschlosenheit der Abteilung.
(5) Art der Ware.
Sonderkassen sind u.a.:
(1) Anweisungskasse für Frischwaren, die gewogen werden müssen.
(2) Schnellkasse für Kunden mit geringer Artikelzahl.
Kassentyp
Zu unterscheiden sind die Kassen u.a. nach folgenden Merkmalen:(1) Haupt- oder Zentralkasse,
(2) Neben- oder Selbstkassierkasse,
(3) Vorwahlkasse, die Aufgaben für die Zentralkasse übernimmt,
(4) Shop-in-shop-Kasse,
(5) Pick-up-Kasse, die nach Bedarf, z.B. Sonderangebot, öffnet oder schließt,
(6) Anweisungskasse, die für Frischwaren die Preisauszeichnung übernimmt,
(7) Schnellkasse für Kunden mit geringer Artikelzahl.
Kassenzahl
Merkmale zur Bestimmung sind u.a.:- Umfang der Verkaufsfläche,
- Umfang des Umsatzes nach Tageszeit,
- Kassierleistung des Kassenpersonals,
- Sortimentspolitik,
- Wartezeitenpolitik,
- Kassensystem (Sonderkassen für Shop-in-the-Shop etc.),
- Anzal der Kunden und Anzahl der Artikel pro Einkauf.
Kassenzone
Teil der Ladenverkaufsfläche, der durch die Anordnung der Kasse(n) bestimmt ist.Kassenanordnungspolitik.
Klimaanlage
Siehe Raumklima.Kundenfläche
Im Rahmen der Ladenraumaufteilung die Fläche, die für den Kundenlauf abgestellt ist.Warenfläche, Übrige Verkafusfläche.
Kundenlaufstudie
Verfahren der Präsentationspolitik, um Informationen zu Verkaufsraumgestaltung zu erhalten.Folgende Regeln lassen sich u.a. feststellen:
(1) Zwischenstockwerke werden vor allem von Kunden dann gemieden, wenn diese weit von der Eingangsebene entfernt sind.
(2) Die Laufgeschwindigkeit der Kunden ist im ersten Teil der Einkaufsstrecke höher, wird dann langsamer um am Ende wieder höher zu werden.
(3) Mittelgänge werden gemieden. Im besten Fall taucht dort die Hälfte aller Kunden auf. Eher beschränkt es sich allerdings auf rund 20 Prozent.
(4) Die Kunden laufen gerne entlang der Wände.
(5) Die Kunden laufen gerne entgegen dem Uhrzeigersinn.
(6) Die Kunden bevorzugen die rechte Seite der Warenträger.
(7) Die Kunden vermeiden Kehrtwendungen und entwickeln Strategien gegen präsentationstechnische Umlenkungsversuche.
Warenpräsentationspolitik.






